Aktuelle Stellungnahme

Im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz möchten wir nach den vielen öffentlichen und auch von Fachleuten geäußerten Spekulationen über mögliche Diagnosen des Copiloten auf folgendes hinweisen. In der Debatte um das unfassbare Unglück werden psychiatrische Diagnosen herangezogen, als wäre damit die Ursache des Flugzeugabsturzes erklärt und mit der Feststellung einer Diagnose die Frage nach den Hintergründen der Tat erledigt. Diagnosen, die aktuell sind oder auch vor Jahren gestellt wurden, sind höchstens ein Hinweis, können aber alleine nie ausreichen, um eine solche Tat zu erklären. In dieser verkürzten Argumentation verbergen sich Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen, die allein auf Grund ihrer Diagnose pauschal stigmatisiert und als gefährlich eingestuft werden. Vorurteile, die wissenschaftlich nicht zu halten sind. Psychische Krankheit mit Destruktivität und Schädlichkeit gleichzusetzen, wird niemandem gerecht, sondern schadet aus unserer Sicht vielen Menschen mit psychischen Erkrankungen, ihren Angehörigen und unseren Kolleginnen und Kollegen.

Eine weitere Meldung zu dem Verhalten der Presse im Zusammenhang mit dem Copiloten des abgestürzten Flugzeuges wurde von der DGPPN zusammen mit dem BVDN und dem BVDP veröffentlicht.

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