Psychotherapie bei Schizophrenie uneingeschränkt indiziert

G-BA passt Psychotherapie-Richtlinie dem aktuellen Forschungsstand an

Gemeinsam mit der BPtK hat der DDPP im Mai 2012 (!) den gBA auf die Notwendigkeit der Anpassung der Richtlinien an den aktuellen Forschungsstand hingewiesen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute die Psychotherapie-Richtlinie in einer öffentlichen Sitzung im Hinblick auf den aktuellen Forschungsstand geändert. Voraussichtlich ab Jahresende können psychotische Störungen nun ambulant und in allen Phasen der Erkrankung psychotherapeutisch behandelt werden. Die Psychotherapie-Richtlinie hat bisher nur eine sehr eingeschränkte Anwendung von Psychotherapie (bei psychischer Begleit-, Folge- oder Residualsymptomatik psychotischer Erkrankungen) zugelassen. Dies war einer der Gründe die dazu führten, dass Patienten mit Schizophrenie ambulant kaum psychotherapeutisch behandelt wurden. Gegenwärtig machen diese Patienten nur etwa ein Prozent aller ambulant genehmigten Psychotherapien aus, bei einem Anteil von 1/3 - 2/3 aller akut stationär behandelten Patienten. Psychotherapie ist ein unerlässlicher Bestandteil der evidenzbasierten Versorgung einer Schizophrenie. Internationale und deutsche Leitlinien empfehlen uneingeschränkt, dass diesen Patienten in allen Phasen der Erkrankung, auch in der akuten Phase, Psychotherapie angeboten werden soll.

Hierfür setzt sich der DDPP ein, diesmal mit Erfolg.

Hier finden Sie den Beschlusstext des GbA

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