Vorerst kein DMP zu Schizophrenie

Ein Disease-Management-Programm für die Behandlung von Schizophrenie wird es vorerst nicht geben. Dies hat der G-BA im August 2014 beschlossen. Disease-Management-Programme (DMPs) sind strukturierte Behandlungsprogramme für ausgewählte chronische Krankheiten. Deren Behandlung folgt evidenzbasierten Leitlinien und wird in der Regel durch HausärztInnen koordiniert. Ziel von DMPs ist, komplexe Behandlungen chronischer Leiden besser zu managen und die Kooperation zwischen Haus- und FachärztInnen und zwischen Akutversorgung und Rehabilitation zu verbessern. Die Teilnahme für PatientInnen ist freiwillig.
Nachdem es bereits seit mehreren Jahren Disease-Management-Programme für Brustkrebs, Diabetes Mellitus, Koronare Herzkrankheiten und Chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen gab, hatte der G-BA Anfang 2014 um Vorschläge für weitere chronische Krankheiten gebeten, für die DMPs entwickelt werden sollten. Schizophrenie war hierfür vorgeschlagen worden, wurde aber nicht ausgewählt. Es wird also vorläufig kein flächendeckendes strukturiertes Behandlungsprogramm für Schizophrenie geben.

Zur Newsübersicht