Berliner Überregionales Symposium für PsychosenPsychotherapie

10.10.2015–11.10.2015

Gruppentherapie bietet für Menschen mit Psychosen einen Erfahrungsspielraum, in dem es möglich werden kann, Unsagbares und Unfassbares aus der häufig einsamen psychotischen Erlebniswelt mitzuteilen und dabei auf Verständnis zu stoßen. Gruppentherapeutische Ansätze haben in fast jeder psychotherapeutischen Schule eine lange Tradition. Die therapeutische Arbeit im Gruppensetting birgt sehr viel mehr Möglichkeiten, als nur die, möglichst viele PatientInnen mit möglichst wenigen PsychotherapeutInnen zu behandeln. In der Gruppe können PatientInnen in geschütztem und therapeutisch geführten Rahmen voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und neue zwischenmenschliche Erfahrungen sammeln.

Trotzdem findet Gruppentherapie in Deutschland heute fast nur stationär statt – obwohl es von allen Seiten Bemühungen gibt, ambulante Gruppentherapie zu fördern. Ist es für PsychotherapeutInnen zu aufwändig, Gruppentherapie zu organisieren? Wollen PatientInnen lieber einzeln behandelt werden? Oder wird die therapeutische Kunst, eine Gruppe anzuleiten, nicht ausreichend gelehrt? Welches sind die Besonderheiten und Erfordernisse einer Gruppenpsychotherapie mit Menschen mit Psychosen?

Zu den Kasuistisch-technischen Seminaren, die von zwei erfahrenen DozentInnen (unterschiedlicher psychotherapeutischer Verfahren) geleitet werden, sind alle in der Psychiatrie tätigen Berufsgruppen eingeladen. Einige Seminare sind auch für Betroffene und Angehörige  offen. 

Unsere Veranstaltung soll dazu beitragen, Gruppenleitern und potentiellen Teilnehmern die Möglichkeit, Wissenschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit von Gruppentherapien für Menschen mit Psychosen aufzuzeigen.

Wir freuen uns sehr, Sie zu diesem gemeinsamen Projekt begrüßen zu können.

Programm zum herunterladen:

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