Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext (Vortrag, Berlin)

03.04.2019

20:15 Uhr
Günther Molitor

„Ich nehme Ritalin, damit es meiner Mama besser geht.“Von AD(H)S und der Erfindung von Krankheiten

Der Streit um die Diagnose „ADHS“ weist auf eine der größten Kontroversen in der Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinderpsychotherapie. Die aktuelle Dominanz des biomedizinischen Konstrukts ADHS, die eine Zuschreibungsdiagnose ist und mittlerweile quasi allen externalisierenden Verhaltensstörungen aufgesetzt wird, hat die einseitige Medikalisierung von Kindern und Jugendlichen in epidemieartigem Ausmaß zur Folge. Dass „Ritalin“ eine Pille gegen eine erfundene Krankheit (Leon Eisenberg) ist, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein, räumt mittlerweile sogar die Apothekerzeitung ein. Während der Kindermarkt für die Pharmaindustrie boomt, wird nun auf Erwachsenen-ADHS fokusiert, was noch profitabler sein soll.

Wie Psychoanalytiker Kinder und Jugendliche mit ADHS behandeln, soll als Therapiealternative kurz skizziert werden.

 

Dr. Almuth Bruder-Bezzel Almuth-Bruder-Bezzel@gmx.de und Dr. Uwe Langendorf uldf@gmx.de

Ort: Fundus Buchhandlung Knesebeckstr. 20 (nahe Savigny-Platz)

Zurück