Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext (Vortrag, Berlin)

20.03.2019

20:15 Uhr
Petra Rossmanith, Ilse Eichenbrenner
Psychiatrie im Spanungsfeld zwischen Schutz und Zwang.


Psychiatrisch Tätige bewegen sich immer im Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle, zwischen Schutz und Zwang; dies betrifft ganz besonders die MitarbeiterInnen in Psychiatrischen Kliniken und den Sozialpsychiatrischen Diensten. Selbstbestimmung, Partizipation und die Stärkung der Patientenrechte stehen zunehmend im Fokus und führten u.a. zur Etablierung der Beschwerde-und Informationsstelle in Berlin (BIP). Seit 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention von Deutschland ratifiziert wurde wird das Thema „psychiatrischer Zwang“ nicht nur in Fachkreisen verstärkt diskutiert; auch die Behandlung mitPsychopharmaka wird zunehmend kritisch bewertet. Eine veränderte Rechtsprechung zum Thema Zwangsbehandlung forderte gesetzliche Neuregelungen auf Bundes- und Länderebene. Im Juni 2016 wurde das „Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten“ (Berliner PsychKG*) verabschiedet. Viele Aspekte der Diskussion sind hier eingeflossen.

 

Dr. Almuth Bruder-Bezzel Almuth-Bruder-Bezzel@gmx.de und Dr. Uwe Langendorf uldf@gmx.de

Ort: Fundus Buchhandlung Knesebeckstr. 20 (nahe Savigny-Platz)

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