Psychotherapie im Kontext: Soziale, räumliche und zeitkritische Voraussetzungen

14.11.2014

Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Heinz
Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Campus Mitte

Reformation der Psychiatrie in Bezug auf Räume, Lage und soziale Integration war immer ein politisches Thema, welches insbesondere im Rückblick zeitkritisch aufgearbeitet werden kann. Die Psychotherapie hingegen spielte im Gesamtbehandlungsplan der Psychiatrien bei den großen Reformen eine unterge- ordnete Rolle, erfordert dabei jedoch eine zusätzliche Perspektive, welche Prof. Dr. Dr. Heinz in diesem Vortrag in diesen Spannungskanon einbringen wird.

Dass die Psychotherapie ein Teil der Psychiatrie und vor allem aber auch der Akutpsychiatrie ist, ist längst beschrieben und von zentralem Stellenwert. Diese findet sich im öffentlichen und leider auch fachlich- praktischen Selbstverständnis allzu oft nicht wieder. Räume schaffen als eine Voraussetzung für eine personenbezogene Therapie, die Betroffene, Angehörige und professionelle Experten einbezieht, scheint hier eine mehrdimensionale Herausforderung.

Sie bedarf der Einbettung in geeignete Strukturen, die Zeiten für stützende Gespräche ebenso beinhalten müssen wie für spezifische therapeutische Verfahren, einen Bezug auf die Lebenswelt wie Möglichkeiten des Rückzugs, offene Stationen und Gärten wie die Vernetzung mit dem ambulanten Bereich und eine trialogische Diskussionskultur gegen Stigmatisierung und für Inklusion.

Der Eintritt ist frei.

International Psychoanalytic University Berlin
Stromstraße 2
Hörsaal, 3. Etage
10555 Berlin
www.ipu-berlin.de

Weiter Informationen finden Sie im PDF-Flyer:

Zurück