Psychotische Symptomen in der bipolaren Störung – ein literarischer und wissenschaftlicher Diskurs (Symposium, Berlin)

17.01.2018

Mehr als die Hälfte der bipolar Erkrankten erleben in ihren Krankheitsepisoden psychotische Symptome. In der Reflexion dieser beschreiben sie das Verschwimmen von Realitätsgrenzen, die Veränderung von Wahrnehmung und Erleben. Selbst erfahrenen Klinikern gelingt in der Früh- und Akutphase der bipolaren Erkrankung nicht immer eine klare diagnostische Zuordnung und Abgrenzung zu Störungen des psychotischen Spektrums. Während ein schizophrenes Prodrom schon lange Bestandteil des wissenschaftlichen Diskurses ist, wird die Frühphase der bipolaren Erkrankung erst in jüngster Zeit beforscht. In der Auseinandersetzung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden bipolarer und schizophrener Störungen wurde unser bisheriges kategoriales Diagnosesystem zunehmend hinterfragt. Es wurden alternative dimensionale Modelle entwickelt und beispielsweise im DSM-5 vorgeschlagen. In unserem Symposium wollen wir uns aus wissenschaftlicher sowie künstlerischer Perspektive mit eben diesen Grenzen auseinandersetzen.

 

Mittwoch, 17. Januar 2018, 17:00 - 20:00h

 

Ort: Hörsaal der Nervenklinik, Charité Campus Mitte, Charitéplatz 1 (intern Bonhoeffer Weg 3), 10117 Berlin

Zurück